Logo Christliches Gymnasium Jena

Orientierungstage am Christlichen Gymnasium Jena – März 2018

O-Töne von Schülerinnen und Schülern beim Pilgern,

 

in Verbindung mit Versen aus Ps 139 (nach der Neuen Genfer Übersetzung), der uns auf dem Weg begleitet hat:

 

„Ich dachte wirklich, ich würde mehr denken. Was tut man auch sonst den ganzen Tag, wenn das Handy und alle Termine weit weg sind? Statt dessen habe ich viel mit Klassenkameraden geredet...“

4 Ja, noch ehe mir ein Wort über die Lippen kommt, weißt du es schon genau, Herr. 

5 Von allen Seiten umschließt du mich und legst auf mich deine Hand. 

6 Ein unfassbares Wunder ist diese Erkenntnis für mich; zu hoch, als dass ich es je begreifen könnte. 

 

„Die Gruppe trägt die Schmerzen gemeinsam und lässt einen immer weiter gehen. Die Nähe, die entsteht, ist kostbar. Das Leben scheint reduziert auf Miteinander – Gehen – Tragen – Essen – Schlafen. Mehr Freiheit geht nicht.“

„Früh dachte ich, ich breche ab, sofort. Abends war ich so glücklich, durchgehalten zu haben! Eine herrliche Abschlussrunde im Kloster, so innig...“

 

Herr, du hast mich erforscht und kennst mich ganz genau.

2 Wenn ich mich setze oder aufstehe – du weißt es; meine Absichten erkennst du schon im Voraus.

  3 Ob ich gehe oder liege, du siehst es, mit all meinen Wegen bist du vertraut.

 

„Für andere ist der Weg das Ziel, für mich ist die Pause das Ziel.“

„Man vergisst, was war und was sein wird. Das einzige, was zählt, ist er Moment, in dem man lebt.“

 

Wohin könnte ich schon gehen, um deinem Geist zu entkommen, wohin fliehen, um deinem Blick zu entgehen?

8 Wenn ich zum Himmel emporstiege – so wärst du dort! Und würde ich im Totenreich mein Lager aufschlagen – dort wärst du auch!

9 Hätte ich Flügel und könnte mich wie die Morgenröteniederlassen am äußersten Ende des Meeres,

10 so würde auch dort deine Hand mich leiten, ja, deine rechte Hand würde mich halten

 

 

„Die Anderen – eher Druck oder Motivation? Kommt drauf an. Wenn man ganz hinten läuft und sieht, wie weit die Vordersten schon gelaufen sind, oder wenn man die vorderste Gruppe gar nicht mehr sieht und nicht weiß, wo es lang geht, ist es eher entmutigend. Aber letztlich wäre man ohne die Gruppe wahrscheinlich nicht so lange gelaufen. Oder überhaupt gar nicht.“

 

Du bist es ja auch, der meinen Körper und meine Seele erschaffen hat, kunstvoll hast du mich gebildet im Leib

meiner Mutter.   14 Ich danke dir dafür, dass ich so wunderbar erschaffen bin, es erfüllt mich mit Ehrfurcht.

Ja, das habe ich erkannt: Deine Werke sind wunderbar!  

 

„...und wie viel überflüssiges Gepäck man so durchs Leben schleppt!“

 

15 Dir war ich nicht verborgen, als ich Gestalt annahm, als ich im Dunkeln erschaffen wurde, kunstvoll gebildet

 im tiefen Schoß der Erde.  16 Deine Augen sahen mich schon, als mein Leben im Leib meiner Mutter entstand.

Alle Tage, die noch kommen sollten, waren in deinem Buch bereits aufgeschrieben, bevor noch einer von ihnen eintraf.

 

 

„Ist der Weg das Ziel?? Das dachte ich erst. Und das klingt auch gut. Aber beim Laufen, da war mir mein Ziel ganz klar: Der Schlafplatz am Abend! Da war nicht mehr mein Ziel, noch weiter unterwegs zu sein. Irre, wie einfach und praktisch das Leben manchmal wird. Wobei: Ohne Ziel gibt’s halt auch keinen Weg.“

 

Erforsche mich, Gott, und erkenne, was in meinem Herzen vor sich geht; prüfe mich und erkenne meine Gedanken! 

 

24 Sieh, ob ich einen Weg eingeschlagen habe, der mich von dir wegführen würde,

und leite mich auf dem Weg, der ewig Bestand hat!

 

 

„...und ich würde weiterlaufen – wenn es nicht zu Ende wäre.“