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Laudatio für das Theaterstück "Träume"

Der DG-Kurs 11/12 des CGJ präsentiert mit viel Spielfreude eine selbstgeschriebene Produktion zu einem Thema, welches in der 12. Klasse nicht aktueller sein könnte: Zukunftsträume. Verhandelt werden die Ängste, den eigenen Traum nie verwirklichen zu können, sei es weil man zu wenig Talent hat oder der eigene Traum der Familie nicht gesellschaftskonform genug erscheint. Auf der Bühne erleben wir Nora, 28 Jahre alt. Sie hängt Tag für Tag mit ihren Mitbewohnerinnen in ihrer siffigen WG ab. Alle scheinen nicht wirklich einen Plan zu haben, wie sie ihre Träume erreichen wollen oder ob sie überhaupt Träume haben. 

Nora möchte DJ werden, weiß aber nicht wie. Ihre Eltern bedrängen Nora mit Aussagen wie: „Sei doch mal mehr wie deine Schwester!“ oder „Lass doch mal die Kindereien und komm in die Realität!“. Ausflucht findet sie nur im Partyfeiern mit ihren Mitbewohnern und den darauf folgenden Abstürzen. Im Videoeinspieler sieht man Nora verwirrt, wütend, hilflos und betrunken in der Goethe Galerie umher irren. Doch dann trifft sie auf eine Putzfrau (wunderbar gespielt mit heimischen Akzent!), die als Erste an sie glaubt und ihr Mut zuspricht. Ende gut, alles gut. Noras Song, welcher immer wieder im Stück auftaucht und das Getriebensein Noras ausdrückt, wie auch die Zuschauer*innen immer wieder laut an ihren Traum erinnert, wird, dank ihrer Schwester, verbreitet und schließlich in einem Club gespielt. 

Viele verschiedene Charaktere treffen in diesem Stück aufeinander. Manche, wie zum Beispiel der eifrige Paketlieferant, wirken so, als würden sie ihren Traum bereits leben. Andere leben den Traum, der eigentlich nicht der eigene ist. Manche wissen noch nicht wirklich wovon sie träumen oder wie sie den Traum erreichen können. Andere haben zu viel Angst, es zu versuchen. 

Witzige Textstellen und dramatische Momente wechseln sich ab. Liebevoll inszenierte Nebenrollen bereichern das Stück mit überraschenden Aha-Erlebnissen. Eine Geschichte zum Mitfühlen, Lachen und Nachdenken wie es eigentlich so mit den eigenen Träumen aussieht. Großen Applaus für Bent, Cosima, Maia, Johanna, Tabea, Else, Isabel, Lilly, Paula, Selma, Sophie und Jakob.