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Sokratisches Gespräch im eA Kurs Geschichte Klasse 11

 

Philosophieren im Gespräch, ohne sich auf Autoritäten zu berufen und gleichwohl ein philosophisches Niveau zu wahren - ist das möglich?

Leonard Nelson entwickelte, angeregt durch Sokrates und Immanuel Kant, eine Methode mündlichen Philosophierens, die dogmatischem Denken ebenso entgegen wirkt wie redseliger Beliebigkeit. Er hat seine neo-sokratische Methode 1922 in einem Vortrag an der Göttinger Universität vorgestellt, und viele Zuhörer waren wie elektrisiert. Hier eröffnete sich ihnen eine Möglichkeit, selbständiges Denken methodisch zu lernen und zu lehren. Als Sokratisches Gespräch ist diese Lern-/Lehrform immer weiter durchdacht, begründet und verfeinert worden, besonders von Nelsons Schüler Gustav Heckmann. Das Sokratische Gespräch wird heute an den unterschiedlichsten Lernorten (oft auch aus reinem Vergnügen) praktiziert. (Quelle: http://www.philosophisch-politische-akademie.de/sggrund.html, Zugriff am 3.4.2019) 

In Vorbereitung auf das "Zeitalter des Imperialismus" diskutierten die Schülerinnen und Schüler des eA Geschichtskurses mit dieser Methode Begriffe wie Frieden, Militarismus, Pazifismus, Kolonialismus, Sendungsbewusstsein, Sozialdarwinismus, Nationalismus und Chauvinismus. Unter der Leitung von Theo und Marie, die in ihren Gruppen die Rolle des "Sokrates"- also Gesprächsleiters- übernahmen, vertieften sie ihr Wissen und gelangten zu neuen Erkenntnissen. Die Übung des Sokratischen Gesprächs weckte in ihnen die Bereitschaft und vermittelte durch das methodische Vorgehen auch die Fähigkeit zu kritischem und selbstkritischem Umgang mit Aussagen.