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Schulsozialarbeit

Sucht und andere Belastungen in der Familie – in Zeiten von Corona

Die Situation rund um das Corona-Virus stellt Familien vor große Herausforderungen. Die Kinder sind öfters zuhause, suchen Beschäftigungen, müssen unterrichtet werden und Hausaufgaben machen. In der gegenwärtigen Zeit ist der Stress in vielen Familien nochmals erhöht und zugleich gibt es weniger Möglichkeiten, diesen abzubauen.

Jeder Mensch hat bestimmte Bewältigungsstrategien zur Verfügung, die er nutzt, um sich vom Alltagsstress zu erholen. So treiben die einen Sport, andere treffen sich mit Freunden, manche trinken abends genussvoll ihr Bier, andere schlafen sich aus, wieder andere entspannen sich bei Musik. Dabei können Ausgleichsmöglichkeiten zu- oder abnehmen und diese verändern sich im Laufe des Lebens. Problematisch ist es, wenn einem Menschen nur noch wenige Möglichkeiten zur Verfügung stehen und gefährlich wird es, wenn dieser Mensch auf Probleme nur noch mit einer Bewältigungsstrategie reagieren kann. Wer bei Problemen nur noch Zuflucht sucht bei einem Suchtmittel (z.B. Alkohol), ist davon abhängig.

Krisenzeiten zeigen aber auch stets, wie wichtig es ist, Risiko- und Schutzfaktoren zu kennen und dieses Wissen zu nutzen, um die eigene Krisenfestigkeit zu stärken. Daher möchten wir hilfreiche und präventiv sinnvolle Informationen, Tipps und Anregungen für unterschiedliche Settings und Lebensbereiche zur Verfügung stellen, die sie auch mit ihren Kindern behandeln können.

Kontaktinfos bzw. an wen kann ich mich wenden?

            CGJ Schulsozialarbeit

            Martin Rauchmaul

            martin.r(at)c-g-j.de 03641/520146

            Suchthilfe in Thüringen (sit)

            psbs-jena(at)sit-online.org 03641/449322

Online-Suchtpräventionsangebote (Infos, Tipps, Quiz)

            Online Beratung, Wissenstests, Informationen

            https://www.drugcom.de

 

            Informationen zum Thema Alkohol

            https://www.null-alkohol-voll-power.de

            Quiz

            https://www.kompetent-gesund.de/drogen-risiko-quiz

            Informationsmaterial

            https://www.bzga.de/infomaterialien

            Tankstellenmodell – Wie tanke ich wieder Kraft

           

https://www.praevention.at/fileadmin/user_upload/00_News/Tankmodell.pdf

 

News zum Thema Corona und Suchtprävention

  • Rauchen und Corona
    Einer aktuellen chinesischen Untersuchtung zufolge könnten Raucher häufiger schwer an Covid-19 erkranken als Nichtraucher. Der "Standard" hat dazu einen Beitrag veröffentlicht: zum Artikel
  • Alkohol und Corona - Kein Sanitäter in der Not
    In vielen Ländern steigen seit Beginn der Coronakrise die Verkaufszahlen für Alkohol. Offenbar wird nun daheim vermehrt getrunken. Der "Spiegel" befasst sich in einem Beitrag mit diesem spannenden Thema: zum Artikel
  • COVID-19 und Suchtmittelkonsum
    Die Europäische Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA) hat ein aktuelles Fact Sheet zu den Auswirkungen von COVID-19 auf Personen mit Suchtmittelkonsum, wie auch auf Einrichtungen der Suchthilfe veröffentlicht: zum Factsheet
    Zudem gibt es auf den Seiten der EMCDDA auch eine Auswahl von nationalen und internationalen Veröffentlichungen zu diesem Thema: mehr Infos

Alles steht Kopf

Vielleicht kennt ihr auch den Film „Alles steht Kopf“. Eine Szene in diesem Film ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Die als Freude sagt: „Diese Fakten und Meinungen kann man kaum auseinander halten“. (https://www.youtube.com/watch?v=g0RpT1RL5oE)

Gerade in der Zeit der Corona-Krise gibt es viele Informationen. Es kommt vermehrt zu Fake News und Verschwörungstheorien. Dies liegt daran, dass Ängste und Sorgen einen Nährboden für Verschwörungstheoretiker liefern. Menschen die eine Krise für ihre Ziele nutzen wollen gibt es natürlich auch. Momentan gibt es keinen Austausch im Klassenzimmer. Vielleicht ist auch der Austausch mit Freunden gerade etwas schwer oder nicht möglich. Um sich eine eigene Meinung aus Informationen und Fakten zu bilden ist ein Austausch jedoch sehr hilfreich. An diese Stelle rückt gerade vermehrt das Internet. Es ist Freund, Familie und Klassenzimmer zugleich. Gerade YouTube, Instagram, Tik Tok und andere Dienste werden von Influencern als Plattform genutzt. Jene Plattformen die auch von euch teilweise zur Recherche immer wieder ganz gerne genutzt werden. Manche Dinge werden da auch sehr anschaulich und gut erklärt. Da bleibt jedoch die Frage, wie könnt ihr Fakten von Fake News und Verschwörungstheorien gut unterscheiden. Dazu habe ich euch ein paar Fragen zusammengestellt, die ihr euch immer wieder stellen solltet. Dies ist für ein eigenverantwortliches Lernen und kritisches Denken unumgänglich.

Was überzeugt dich an der Mitteilung?

Welche weiteren Argumentationen fallen dir dazu ein?

Wer hat die Nachricht erstellt?

Mit welcher Intention?

Wer ist Adressat?

Was sind die Kernaussagen?

Wovon soll ich ich überzeugt werden? 

Wo sind die Widersprüche in der Argumentation? 

Beweise für die These? 

Wo finden sich Behauptungen und Spekulationen? 

Gibt es andere Meinungen dazu?

Kommt die Nachricht von einer seriösen Quelle?

Zum Schluss möchte ich euch noch ein Beispiel für eine differenzierte Recherche zu einigen Corona Fake News geben. https://www.youtube.com/watch?v=gKULM0v57PU

Auch mich verunsichert und überfordert einiges in dieser Krise, dennoch möchte ich versuchen euch eine Orientierung zu geben. Bleibt gesund.

Euer Martin

Christliches Gymnasium Jena 

Schulsozialarbeit 

Martin Rauchmaul

Schulsozialarbeit hilft dabei eine lebendige, christliche Gemeinschaft in unserer Schule zu schaffen und Schüler in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung und Identitätsbildung zu fördern. Sie kann frühzeitig auf Probleme von Schülern, Lehrern und Eltern reagieren und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten verbessern.

Beratung für Eltern

Neben der Schüler- und Lehrerberatung bietet Schulsozialarbeit auch wertschätzende und ressourcenorientierte Beratung für Eltern an. Diese ist inhaltlich nicht eingeschränkt und umfasst alle sozialen Fragen die Kinder und Jugendliche betreffen. Suchen Eltern den Kontakt zur Schulsozialarbeit, beziehen sich ihre Anliegen zum großen Teil auf allgemeine Erziehungsfragen, die Reflexion der Rollen im spezifischem Familiengefüge oder Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen, die die Eltern befremden und in Sorge versetzen.

Schulsozialarbeit kontaktiert Eltern, in Absprache mit deren Kindern, wenn diese eine erwachsene Begleitung bei der Thematisierung schulischer oder privater Problemlagen wünschen. Dann kann Schulsozialarbeit Gespräche zwischen den Familienmitgliedern moderieren und bei Bedarf an weitere Beratungs- und Hilfsangebote verweisen.

Schulsozialarbeit bietet zudem thematische Elternabende an, z.B. zu den Themen Pubertät, Mobbing, Umgang mit Medien etc. und nimmt im Bedarfsfall an Elternabenden, Sitzungen der Elternvertreter und Elterngesprächen teil.

Die Beratung der Schulsozialarbeit unterliegt der Schweigepflicht und garantiert eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre.

Ansprechpartner:

Martin Rauchmaul

Soziale Arbeit B.A.

zertifizierter Erlebnispädagoge 

Telefon

03641/520146

E-Mail

schulsozialarbeit(at)c-g-j.de